In allen Branchen und vertikalen Stufen hängt die Wettbewerbsfähigkeit entscheidend davon ab, wie gut die Digitalisierung im Unternehmen gelingt. Die Corona-Pandemie hat diese Entwicklung noch zusätzlich beschleunigt. Lesen Sie hier, was genau die Digitalisierung umfasst, welche Stufen durchlaufen werden müssen und wie Sie Ihr Unternehmen optimal aufstellen.

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Definition: Was bedeutet Digitalisierung?

Digitalisierung ist eine mehrdeutige Bezeichnung. Ursprünglich meinte der Begriff das Umwandeln von analogen Daten in eine digitale Form. Dies lässt sich gut am Beispiel von Audiodateien erklären: Früher wurden die Schallwellen als Rillen einer Schellackplatte analog abgebildet. Heute digitalisiert man die Klänge, indem man sie unter Verwendung eines hochauflösenden Zeitrasters in Einsen und Nullen codiert. Der Vorteil: Digitale Informationen können ohne Verluste beliebig oft kopiert und ohne Qualitätseinbußen über Kommunikationsnetzwerke übertragen werden.

In den letzten zehn Jahren hat sich das Verständnis des Begriffs Digitalisierung jedoch gewandelt: Es geht weniger um den technischen Vorgang, sondern um die wirtschaftliche und gesellschaftliche Nutzung der Digitaltechnik. Typische Beispiele sind:

  • Das Automatisieren von Prozessen mittels digitaler Technologien
  • Die Nutzung digitaler Kommunikationsgeräte wie Smartphones
  • Neue Medien, welche auf dem Internet basieren
  • Das Erfassen und Speichern von Informationen in digitaler Form anstelle von Papier
  • Die Kommunikation mit Mitarbeitenden, Geschäftspartnern und Kunden über digitalisierte Kanäle
  • Die Einführung digitaler Währungen wie Bitcoin oder NFT
  • Die Vernetzung von Alltagsgegenständen über das Internet (Internet of Things)
  • Das Steuern der Gebäudetechnik über das Internet (Smart Home)

Weil die Digitaltechnik einen solch tiefgreifenden Umbruch in der Wirtschaft, Gesellschaft und Wissenschaft herbeigeführt hat, spricht man in der Zwischenzeit auch von einer „Digitalen Revolution„.

Kein Unternehmen kann sich diesem Wandel entziehen. Um zukunftsfähig zu bleiben, müssen alle Marktteilnehmer ihre Geschäftsprozesse, Infrastrukturen, Kommunikationstechnik und Verwaltungsinstrumente digitalisieren. Diese Digitale Transformation ist in vollem Gange und wird unsere Wirtschaft in den nächsten Jahren prägen.

Die Digitalisierung im Unternehmen wird deshalb zunehmend als strategische Priorität betrachtet und auf der obersten Geschäftsleitungsebene gesteuert.

Welche Ziele Unternehmen mit der Digitalisierung verfolgen

Natürlich gestaltet sich die Digitalisierung von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich. Die folgenden Zieldefinitionen sind jedoch weit verbreitet.

Optimierung von Prozessen und Aufgaben

Oft stehen bei der Digitalisierung im Unternehmen operative Verbesserungen im Vordergrund. Dazu zählen:

  • Kostensenkungen durch Verringerung manueller Arbeitsanteile
  • Schnellere Produktentwicklung und Time-to-Market-Intervalle
  • Höhere Produktqualität ohne Kostensteigerung
  • Digitalisierung von Verwaltungsprozessen in der Buchhaltung oder dem Personalmanagement
  • Steigerung der Rentabilität

Wettbewerbsvorteile schaffen

Die Digitalisierung im Unternehmen eröffnet neue Geschäftsfelder und ermöglicht innovative digitale Geschäftsmodelle. Diese basieren auf datengetriebenen Prozessen, digitalen Kommunikationskanälen und Software. Ebenfalls zur Wettbewerbsfähigkeit trägt die Cloud bei, welche eine unbegrenzte Skalierung und globale Verfügbarkeit von Daten bietet.

Kundenzentrierung

Ein wichtiges Ziel der Digitalisierung im Unternehmen kann die Kundenzentrierung (Customer Centricity) sein. Je mehr Informationen die Firma über die Bedürfnisse und Verhaltensweisen ihrer Kundschaft besitzt, desto besser kann sie ihr Angebot und ihre Kommunikation auf den User ausrichten. Voraussetzung dafür ist, entsprechende digitale Daten zu sammeln, die Rückschlüsse auf diese Bedürfnisse ermöglichen. Der Trend zu kundenindividuellen Produkten geht außerdem Hand in Hand mit der schon erwähnten Automatisierung von Geschäftsprozessen. Nur so lassen sich schnelle Reaktionszeiten gewährleisten, weil sich Nutzergewohnheiten in einer digitalen Welt über Nacht ändern können.

Bessere Kommunikation

Dank Digitalisierung können Unternehmen ihre Kommunikation nach innen und nach außen verbessern:

  • Virtuelle Teams, deren Mitglieder geografisch verteilt sind, können reibungslos zusammenarbeiten.
  • Kollaborationsplattformen erleichtern den Austausch innerhalb der Firma und mit Freelancern.
  • Onlinemarketing ermöglicht personalisierte Kundenansprache und kosteneffizientere Werbung.
  • Digitale Instrumente wie Chatbots helfen mit, den Kundendienst effizient zu gestalten.
  • Via Smartphone-Apps kann ein Unternehmen ständig und direkt mit seinen Kunden interagieren.

Skalierung und Wachstum

Digitale Technologie kann Kauf- und Bezahlprozesse vereinfachen. Deshalb wird die Digitalisierung von Unternehmen oft mit dem Ziel vorangetrieben, die Geschäftsreichweite auszudehnen. Es lassen sich…

  • mehr Kunden mit gleichbleibendem Aufwand bedienen,
  • neue geografische Märkte erschließen,
  • vertikale Integration durch Direktverkauf an Endkunden erreichen,
  • neue Produkte und Dienstleistungen anbieten.

Diese Technologien spielen eine Rolle

Die Digitalisierung von Unternehmen stützt sich wesentlich auf die folgenden Technologien:

Die Cloud

Die Verlagerung der Server aus den firmeneigenen Räumen (On-Premises) in die Cloud schreitet beständig voran. Zwar zögern manche Unternehmen noch mit diesem Schritt. Neue Studien zeigen aber, dass entsprechende Vorbehalte auf dem Rückzug sind.

Die Cloud ist eine Schlüsselkomponente für fast alle Initiativen zur digitalen Transformation. Viele neue Technologien wie Big Data und Machine Learning sind ohne sie kaum durchführbar. Außerdem sorgt die Cloud für mehr Flexibilität und Skalierbarkeit – zwei wesentliche Voraussetzungen für die Agilität einer Organisation.

5G-Mobilfunk

Mit der Einführung von 5G wird Mobilfunk um ein Vielfaches leistungsstärker. Die hohe Übertragungskapazität erlaubt die drahtlose Übermittlung riesiger Datenströme wie hochauflösender Bilder und Videos. Damit werden neue Automatisierungen und Robotik-Anwendungen ermöglicht. Insbesondere das autonome Fahren wird in Zukunft wesentlich von 5G Gebrauch machen, was beispielsweise die Logistikbranche revolutionieren dürfte.

Augmented Reality und Virtual Reality

Augmented Reality (AR) reichert die Wahrnehmung des Menschen um Computerdaten an. Dafür werden aus der Cloud Informationen und Analysen zum betrachteten Objekt abgerufen und auf einem transparenten Display wie der Microsoft HoloLens dargestellt. Das Anwendungsfeld für AR ist groß. Hier drei Beispiele:

  • Maschinen-Diagnose: Der Mechaniker kann Analysen und Daten zu einer Maschine abrufen, die er durch seine Datenbrille betrachtet.
  • Navigation: Im oberen Bereich der Windschutzscheibe des Automobils oder auf dem Helmvisier des Motorradfahrers werden Fahrdaten und Navigationshilfen eingeblendet.
  • Fernberatung: Wenn der Monteur eine technisch knifflige Arbeit nicht ausführen kann, lässt er einen Experten der Herstellerfirma durch seine Brillenkamera schauen. Dieser führt ihm die korrekten Handgriffe virtuell vor.

Im Unterschied dazu bezeichnet Virtual Reality (VR) eine vom Computer künstlich erzeugte Wirklichkeit. Dazu setzt der Betrachter eine spezielle VR-Brille wie die Oculus Quest auf. Typische Anwendungsfälle für VR sind:

  • Games: Viele Computerspiele sind bereits heute für die Nutzung von VR-Brillen vorbereitet.
  • Messen: Vollständig virtuelle Messen ermöglichen es, mit Firmen und anderen Besuchern durch einen Avatar in Kontakt zu treten.
  • Besichtigungen: Dank VR ist es möglich, ein Gebäude zu durchschreiten, um zum Beispiel den Entwurf eines Architekten anschaulich zu machen.

Sowohl AR als auch VR gelten als wichtige Zukunftstrends, die mit der fortschreitenden Leistungssteigerung von Computern und Netzwerken immer mehr an Bedeutung gewinnen werden.

Robotik

Der Einsatz von Robotern ist insbesondere in der Fertigungsindustrie schon heute weit verbreitet. Neben den vollautomatischen Robotern, welche Menschen weitgehend ersetzen, verwenden Unternehmen immer öfter kollaborative Roboter: Diese arbeiten Seite an Seite mit den Menschen und nehmen ihnen einzelne, mühsame oder gefährliche Arbeitsschritte ab.

IoT

Das Internet of Things (IoT) bezeichnet mit intelligenten Sensoren ausgestattete Alltagsgeräte, welche ihre Daten in die Cloud übermitteln. Sie werden sowohl in der Industrie als auch im Konsumgüterbereich eingesetzt, wie die folgenden Beispiele zeigen:

  • Wartung: Maschinen melden ihren Zustand an den Service-Dienstleister, welcher dadurch frühzeitig Wartungsmaßnahmen einleiten kann.
  • Marktforschung: Kaffeemaschinen übermitteln detaillierte Nutzungsinformationen an den Hersteller, der so bessere Geräte entwerfen kann.
  • Haushaltsautomatisierung: Kühlschränke analysieren mittels Kamera ihren Inhalt und können bei Bedarf automatisch Lebensmittel nachbestellen.

Big Data

Der schnelle Mobilfunk, die zunehmende Vernetzung und IoT bringen eine enorme Datenflut mit sich. Big Data bezeichnet die Technologien für das Speichern, Filtern, Aufbereiten und Auswerten dieser Datenmengen. Das erlaubt es Unternehmen, Muster zu erkennen, Produktionsprozesse zu optimieren oder den Ausfall von Maschinen vorherzusagen (Predictive Analytics). Außerdem bildet Big Data die Grundvoraussetzung für künstliche Intelligenz und Machine Learning.

Künstliche Intelligenz und Machine Learning

Künstliche Intelligenz (KI) ist aktuell eine der am stärksten wachsenden Technologien. Laut einer Marktforschungsstudie soll sie alleine in der Fertigung innerhalb der nächsten fünf Jahre um das 17-fache ansteigen. Hierbei übernehmen intelligente Algorithmen zunehmend Aufgaben, die bisher dem Menschen vorbehalten waren. Schon heute diagnostiziert KI Krankheiten, erkennt Gesichter auf Überwachungskameras, kommuniziert mit Kunden via Chatbot oder steuert Schweißroboter.

3D-Druck

Mittels additiver Fertigung lassen sich flexibel Objekte erzeugen. Dafür schichtet der 3D-Printer dünne Lagen eines Kunststoffs oder Metalls auf und druckt so praktisch jeden vorstellbaren räumlichen Körper. Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig. So können umgehend Ersatzteile für defekte Maschinen hergestellt werden, was Ausfallzeiten verringert und Servicekosten senkt. Auch in der Luft- und Raumfahrttechnik kommt dieses Verfahren zum Einsatz, beispielsweise um Verschleißteile der Kabinenausstattung auszutauschen.

Herausforderungen für Unternehmen

Obwohl das Digitalisierungstempo seit Corona gestiegen ist, besteht noch Verbesserungsbedarf. Dies sind die wichtigsten Gründe dafür:

Keine klare Digitalstrategie

Angesichts der raschen technologischen Entwicklungen fällt es schwer, eine eindeutige Strategie für die Digitalisierung im Unternehmen zu definieren. Häufig ist unklar, wo die Strategie ansetzen soll: Geht es primär um die Digitalisierung der Kundenerfahrung, die Automatisierung der Geschäftsprozesse oder das Entwickeln neuer, digitaler Geschäftsmodelle?

Laut einer Umfrage von Bearing Point ist mehr als jeder dritte Mitarbeitende der Meinung, dass sein Unternehmen nicht über eine erkennbare Digitalstrategie verfügt. Dies wiegt umso schwerer, als jüngere Angestellte von ihrem Arbeitgeber eine Offenheit gegenüber digitalen Produkten und Services erwarten.

Kein agiles Management

Agiles Management gilt als einer der Schlüsselfaktoren für die schnelle Reaktion auf sich verändernde Märkte und technische Innovationen: Diese hohe Komplexität lässt sich besser mit Methoden wie Scrum oder Kanban bewältigen. Neue, kreisförmige Geschäftsmodelle müssen eingeführt werden, welche auf iterative Weiterentwicklung setzen. Damit einher geht die Herausforderung, dem einzelnen Mitarbeitenden mehr Autonomie und Verantwortung einzuräumen, was seitens des Managements Mut und Vertrauen voraussetzt.

Noch sind die wenigsten Unternehmen reif für diesen Schritt. Weniger als zehn Prozent aller deutschen Firmen arbeiten agil. Zu diesem Ergebnis kam eine Studie der Onlinejobplattform Stepstone und des Kienbaum Instituts @ ISM, für die 10.000 Fach- und Führungskräfte befragt wurden.

Digitalisierung - Fachkräfte fehlen

Fachkräftemangel

Die Digitalisierung von Unternehmen erfordert qualifizierte IT-Techniker, Change-Manager und Instruktoren. Wenn das Geschäftsmodell Big-Data-Analysen und künstliche Intelligenz vorsieht, sind zudem Data-Scientists gefragt.

Oft scheitern Digitalisierungspläne daran, dass solche Schlüsselkompetenzen fehlen. Teilweise kann der Fachkräftemangel aber kompensiert werden, indem Managed-Services-Anbieter oder Cloud-Provider einbezogen werden.

Überforderung durch Komplexität

Die Digitalisierung von Unternehmen bewirkt in allen Bereichen eine Komplexitätserhöhung:

  • Kommunikationstechnologien werden stärker vertikal und horizontal vernetzt.
  • Die Grenzen zwischen internen und externen Geschäftsprozessen verschwimmen.
  • Digitale Datenströme und automatisierte Prozesse stimulieren völlig neue Geschäftsmodelle.
  • Anstelle von Produkten treten zunehmend Lösungen (“as a Service “)
  • Die Konsumenten erwarten eine Omnichannel-Interaktion in Echtzeit.
  • Die Innovationszyklen werden immer kürzer, was die strategische Planung erschwert.

Welche 5 Stufen durchlaufen werden müssen

Die Entwicklung vom analogen zum voll digitalisierten Unternehmen vollzieht sich in Schüben und kann in fünf Stufen eingeteilt werden. Während ältere Organisationen bei Stufe 0 starteten, steigen jüngere Firmen oft direkt in einem späteren Digitalisierungsstadium ein.

Stufe 0: Die Zeit vor dem Beginn der Digitalisierung

Auf der Stufe 0 ist das Unternehmen nicht auf die Digitalisierung angewiesen. Alle Geschäftsprozesse verlaufen analog und manuell. Die Kommunikation erfolgt mündlich, per Telefon oder schriftlich, mit maschinengeschriebenen oder handschriftlich verfassten Dokumenten. Auch die Buchführung wird mit Papier und Kugelschreiber erledigt. Diese Stufe 0 haben fast alle Firmen in Deutschland bereits hinter sich.

Stufe 1: Computergestütztes manuelles Arbeiten

Auf dieser Stufe werden Computer für bestimmte Aufgaben verwendet. Häufig ist es das Accounting, welches als Erstes die elektronische Datenverarbeitung einsetzt. Bei der verwendeten Software handelt es sich um Buchhaltungsprogramme oder einfache Datenbanken. Die erfassten Informationen werden zwar verwaltet, aber kaum weiter verarbeitet.

In der Produktion wird auf dieser Stufe Software für die Steuerung von Maschinen eingesetzt – oft mittels SPS –, wobei die Programme nur wenige Funktionen beherrschen.

Die Kommunikation im Unternehmen wird nach wie vor schriftlich oder telefonisch abgewickelt.

Stufe 2: Anfänge der Digitalisierung

Software wird zunehmend für komplexe Berechnungen genutzt. Management-Informationssysteme (MIS) sammeln und verdichten betriebswirtschaftliche Informationen. Buchhaltungsprogramme können umfangreiche Kalkulationen vornehmen. In der Fertigung führen Maschinen komplexe Prozessschritte durch.

Die interne Kommunikation erfolgt immer häufiger per E-Mail. Trotzdem werden enorme Mengen Papier ausgedruckt; auf jeder Etage steht ein Printer.

Die Arbeitsplätze werden größtenteils mit PCs ausgerüstet. Mitarbeitende der IT-Abteilung installieren Software und Updates vor Ort mithilfe von Datenträgern.Für die Werbekommunikation werden in erster Linie analoge Kanäle eingesetzt: Printmedien, TV und Radio. Onlinemarketing ist noch kaum bekannt.

Stufe 3: Vollständig digitale Infrastruktur

Alle Mitarbeitenden benutzen einen PC oder ein Notebook. Der IT-Betrieb ist zentral organisiert und kann den Angestellten die Software per Ferninstallation oder Browser bereitstellen.

Jede Abteilung verwendet Software für die Kommunikation und die Administration. Kundendaten werden in einem CRM verwaltet und die Lieferkette wird mittels Software organisiert.

Auch die Planung erfolgt softwaregestützt. Zum Beispiel verwendet die Marketingabteilung für ihre Kampagnen verschiedene SEO- und SEA-Tools.

Stufe 4: Vollständige Vernetzung und Teil-Automatisierung

Das Unternehmen und alle seine Abteilungen sind vollständig vernetzt. Wissen wird über Wissensmanagement-Systeme mit anderen geteilt. Abteilungsinterne Systeme sind miteinander verbunden, sodass sie automatisch Daten austauschen können. Zu diesem Zweck stellen Abteilungen Software-Services bereit, an welche sich andere Abteilungen anbinden können.

Zentrale Data-Lakes und Data-Warehouses nehmen die gesammelten Informationen aller Geschäftsbereiche auf, um Big-Data-Analysen zu ermöglichen.

Werbung erfolgt fast ausschließlich digitalisiert in Form von Onlinemarketing. Analoge Werbekanäle wie Print werden nur noch ergänzend eingesetzt.

Auch bei der innerbetrieblichen Kommunikation dominieren neue Instrumente wie Messenger-Software oder Kollaborationsplattformen. Meetings finden häufig virtuell statt.

Geschäftsentscheidungen werden in hohem Maße datengetrieben getroffen. Viele Prozesse laufen automatisch ab und werden via Software überwacht.

Stufe 5: Das volldigitale Unternehmen

Auf der höchsten Stufe übernimmt die Software nicht nur die autonome Steuerung fast aller Prozesse, sondern auch die Planung. Dazu greift sie auf riesige Datenmengen zurück und berücksichtigt ein weites Feld von Parametern, wie etwa ökonomische Rahmenbedingungen oder aktuelle Markttrends. Künstliche Intelligenz und Machine Learning übernehmen weitgehend menschliche Denkarbeit.

Die Produktion ist automatisiert. Roboter kommen nicht nur bei der Herstellung zum Einsatz, sondern auch für Wartungsarbeiten. Prädiktive Wartung (Predictive Maintenance) ist Standard: Anhand laufender Messungen errechnet die Software den Zeitpunkt eines möglichen Ausfalls und ergreift frühzeitig Maßnahmen.

Die Ressourcenbeschaffung erfolgt automatisch: Softwareprogramme können die benötigten Güter und Dienstleistungen auf speziellen Bieterplattformen autonom anfragen und evaluieren.

Prozesse werden durch selbstlernende Software überwacht. Treten Fehler auf, leitet die Überwachungssoftware Gegenmaßnahmen ein, etwa die Aktualisierung des Programms oder einen Neustart des Computers.

Wenn sämtliche Unternehmen die Stufe 5 erreicht haben, hängt ihre Effizienz in erster Linie von der Programmierung der Entscheidungssysteme und Geschäftsprozesse ab. Einen Wettbewerbsvorsprung erzielen hier diejenigen Firmen, welche durch Kreativität und Innovationsgeist frische Ideen verwirklichen.

5 Stufen der Digitalisierung

Vier wichtige Tipps für eine erfolgreiche Digitalisierung im Unternehmen

Verankern Sie die Digitalisierung in der Investitionspolitik

Digitalisierung sollte nicht bloß als kurzfristige Maßnahme für die Effizienzsteigerung behandelt werden, sondern als strategische Investition. Deshalb sollten Digitalisierungspläne grundsätzlich mittelfristig angelegt werden: Nicht der ROI im nächsten Geschäftsjahr begründet das Vorantreiben der Digitalisierung, sondern die strategische Ausrichtung der gesamten Organisation.

Priorisieren Sie die Digitalisierungsmaßnahmen nach strategischen Gesichtspunkten

Zielen Sie nicht auf die “Quick Wins”, sondern definieren Sie klare strategische Kriterien für die Priorisierung der Digitalisierungsmaßnahmen, wie etwa:

  • Unterstützt / schafft einen Wettbewerbsvorsprung
  • Ermöglicht neue Geschäftsmodelle
  • Legt das Fundament für eine Marktausweitung
  • Beschleunigt die Time-to-Market von Produktinnovationen

Diskutieren Sie im Priorisierungsprozess nicht über Technologien, sondern über Bewertungskriterien. Nicht die Frage “Wie können wir diese Technologie nutzen?” sollte im Mittelpunkt stehen, sondern “Was wollen wir mit dieser Technologie erreichen?”.

Beziehen Sie Cloud-Lösungen mit ein

Der Aufbau und Betrieb einer eigenen IT-Infrastruktur kann den Fortschritt und die Innovationsfähigkeit Ihres Unternehmens verlangsamen. Dagegen gewinnen Sie an Handlungsspielraum, wenn Sie Cloud-Lösungen in Ihre Pläne miteinbeziehen. Sie können uneingeschränkt skalieren, stellen Flexibilität für spätere Veränderungen sicher und verschaffen sich Zugang zu IT-Kompetenzen, die im Unternehmen nicht vorhanden sind. Letzteres gilt insbesondere, falls Sie für eine extern verwaltete Managed Cloud optieren.

Vergessen Sie den Menschen nicht

Digitalisierung im Unternehmen gelingt nur dann, wenn die Mitarbeitenden kooperieren. Dies setzt voraus, dass sie verstehen, was sich für sie ändert, wie ihre Zukunft aussieht und worin der Nutzen des Ganzen liegt.

Sorgen Sie für ein professionelles Change-Management. Werben Sie bei Ihren Angestellten für Ihre Digitalisierungsmaßnahmen mit derselben Begeisterung und demselben Einsatz, wie Sie bei Konsumenten für Ihre Produkte werben.

Planen Sie von Anfang an laufende Aus- und Weiterbildung ein, damit die Menschen mit den schnellen Innovationszyklen der Programme und Maschinen Schritt halten können.

So gelingt die Digitalisierung auch in Ihrem Unternehmen.

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