Die Ausgaben für Cloud-Services stellen für viele deutsche Unternehmen ein wichtiges Thema dar. Sie haben zum Beispiel einen Einfluss auf die Providerwahl oder auch die generelle Wahl der Cloud-Strategie. Dabei ist es allerdings wichtig zu berücksichtigen, dass die Kosten zu einem gewissen Grad vom Unternehmen selbst beeinflusst werden können. Sollten Sie sich für Azure als Ihren Cloud Provider entschieden haben, liefert Ihnen der folgende Beitrag neun wertvolle Tipps, wie Sie Ihre Microsoft Azure Kosten positiv beeinflussen können.

Unsere 9 Tipps, wie Sie Ihre Microsoft Azure Kosten optimieren können

Tipp 1: Instanzen reservieren

Besitzen Sie Ressourcen, die Sie über einen längeren Zeitraum so weiterbetreiben wollen, ist es sinnvoll diese Ressourcen für ein oder drei Jahre zu reservieren. So zahlen Sie für die reservierte Zeit jeden Monat eine konstante nutzungsunabhängig Rate. Diese ist allerdings deutlich geringer als wenn Sie weiterhin per Pay-per-Use-Modell abrechnen würden. Durch das Reservieren sind Einsparpotentiale von mehr als 50% möglich.

Tipp 2: Testmaschinen nach Abschluss der Testphase abschalten

Besonders Testumgebungen sind ein häufiges Einsatzgebiet der Cloud. In vielen Fällen passiert es dann jedoch, dass die Testumgebungen nach Abschluss der Testphase nicht abgeschaltet werden und somit weiterbezahlt werden müssen. Über die Jahre können sich dadurch erhebliche Kosten ergeben. Um dies zu vermeiden, achten Sie darauf, dass alle nicht mehr benötigen Ressourcen zum Testende abgestellt werden. Dies gilt natürlich nicht nur für Testumgebungen, sondern auch für alle anderen Ressourcen, die nicht mehr aktiv genutzt werden.

Tipp 3: Herunterfahren nicht benötigter Ressourcen

Sind Ressourcen nur zu bestimmten Zeiten im Einsatz, macht es Sinn diese in der nicht genutzten Zeit herunterzufahren. Typische Beispiele für solche Zeiträume sind Nächte oder Wochenenden. Denn da die Abrechnung nicht tageweise, sondern auf Stunden-, Minuten- oder Sekundenbasis erfolgt kann so bares Geld gespart werden.

Sie interessieren Sie für Azure und möchten noch mehr erfahren?

Wer sich mit dem Thema Cloud Computing beschäftigt kommt schon lange nicht mehr an Microsoft Azure vorbei. Aber was genau zeichnet Microsoft Azure eigentlich aus? Diese und viele weitere Fragen beantworten wir in unserem Blogbeitrag “Microsoft Azure: Die Cloud von Microsoft – Alles was Sie wissen müssen” für Sie!

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Tipp 4: Auslegen auf Normallast

Legen Sie ihre Infrastruktur nicht auf die Maximal- sondern auf die Normallast aus. So sorgen Sie dafür, dass Sie nicht den Großteil des Jahres mehr zahlen müssen, als Sie tatsächlich benötigen. Sollte die Auslastung schwanken, hilft Ihnen der nächste Tipp.

Tipp 5: Bei schwankender Auslastung: Skalierbare Instanzen wählen

Sollte die Auslastung bestimmter Ressourcen schwanken, da z. B. der Onlineshop nach den regulären Arbeitszeiten stärker besucht wird, sollten diese Ressourcen skalierbar angelegt werden. Über die automatische Skalierung werden die Ressourcen automatisiert an die Last angepasst und sorgen so für eine entsprechende Performance, ohne überschüssige Ressourcen zahlen zu müssen.

Tipp 6: Azure Hybrid Benefits nutzen

Unter den Azure Hybrid Benefits (dt. Azure Hybridvorteile) wird ein Lizenzierungsvorteil verstanden, mit dem Sie Ihre Kosten senken können. Sollten Sie lokale Software-Assurance-fähige Windows Server- oder SQL Server-Lizenzen besitzen, können Sie diese in Azure überführen und zahlen somit nicht noch einmal für die Lizenzen, was die Kosten erheblich senkt.

Tipp 7: Tipps des Azure Advisor anwenden

Der Azure Advisor ist ein Empfehlungstool von Azure, das Empfehlungen für unterschiedliche Bereiche, wie z.B. Zuverlässigkeit, Sicherheit und Kosten „ausspricht“. Dazu analysiert Azure Ihre Cloud-Nutzung und überprüft für den Bereich „Kosten“, wo Einsparpotentiale liegen könnten. Der Azure Adivsor könnte so zum Beispiel eine Reservierung bestimmter Ressourcen vorschlagen, wenn Sie diese konstant nutzen, aber noch nach dem Pay-per-use-Modell bezahlen. Schauen Sie sich diese Tipps regelmäßig an und nutzen Sie diese Empfehlungen (sofern nichts dagegen spricht), um keine zusätzlichen Kosten zu erzeugen.

Tipp 8: Budgets nutzen

Eine weitere Möglichkeit, die Azure zur Kostenkontrolle bietet, sind die sogenannten Budgets. Sie ermöglichen es für bestimmte Abonnements, Sammlungen von Ressourcen oder Ressourcengruppen ein Budget (z.B. 1000€) anzulegen. Anschließend können Sie dann über die Erreichung oder zeitnahe Erreichung dieses Budgets benachrichtigt werden. Zudem können weitere definierte Aktionen angestoßen werden, wenn das Budget erreicht wurde.

Tipp 9: Regelmäßige Kostenkontrolle

Einer der wichtigsten Tipps, um Microsoft Azure Kosten zu sparen, ist das regelmäßige Kontrollieren dieser. Dabei sollten Abweichungen von den geplanten Kosten oder vom Vormonat geprüft werden und ggf. Handlungen eingeleitet werden. Genauso sollte aber auch die Ressourcen-Nutzung im Auge behalten werden. Gibt es vielleicht Ressourcen, die Sie gar nicht mehr oder viel weniger nutzen? Auch dann sollten Sie tätig werden und entsprechende Anpassungen durchführen.

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