Bürohunde bei der ahd

Bürohunde: Unsere vierbeinigen Kollegen im Fokus

Immer mehr Arbeitgeber erlauben ihren Mitarbeitenden, den eigenen Hund mit ins Büro zu bringen. Auch wir als ahd gehören zu den Unternehmen, die an eine positive Wirkung von Bürohunden glauben. Im Rahmen unserer Unternehmenskultur unterstützen wir den Bundesverband Bürohund mit einer Spende von 500€. Als Dankeschön erhielten unsere tierischen Mitarbeiter ein Halstuch vom Verband. Doch das Thema „Bürohund“ ist heiß diskutiert und kann neben den Vorteilen wie weniger Stress und gute Stimmung auch negative Aspekte mit sich bringen. Was es bei der Entscheidung für oder gegen Bürohunde zu berücksichtigen gilt, erfahrt ihr in diesem Blogbeitrag.

Arbeitswelt im Wandel der Zeit

In den letzten Jahrzehnten hat die Arbeitswelt einige bedeutende Entwicklungsschritte durchlaufen. Ein Wandel vollzieht sich Schritt für Schritt, der nicht ausschließlich den jüngeren Generationen von Berufstätigen, sondern ebenfalls der zunehmenden Digitalisierung zuzuschreiben ist.

Dazu gehören steigende Erwartungshaltungen an eine ausgewogene Work-Life-Balance, Vertrauensarbeitszeiten und sinnstiftende Tätigkeiten. In den Unternehmen selbst geht der Trend weg von reinen Führungskarrieren hin zu Fachkarrieren – das Wissen eines Mitarbeitenden und dessen Vernetzung stehen immer mehr im Fokus. Es wird vermehrt in interdisziplinären Teams zusammengearbeitet. Dies schafft Mehrwerte für den internen sowie externen Kunden.

Der Trend für eine Stärkung der eigenen Arbeitgebermarke, dem wir uns im Rahmen dieses Blogbeitrags widmen möchten, ist das Mitnehmen des geliebten Vierbeiners ins Büro. Wenn diese Möglichkeit vom Arbeitgeber geboten wird, wird es dem Hundeliebhaber natürlich ungemein vereinfacht, einen Vollzeit-Job mit eigenem Hund zu vereinen. Aber was gilt es als Unternehmen bei dieser Entscheidung zu berücksichtigen?

Ein heiß diskutiertes Thema

Das Thema „Hund im Büro“ polarisiert. Es gibt immer wieder Einwände, warum die Arbeit mit Hund nicht funktionieren kann. Entweder sind es die Kollegen, die allergisch auf die Vierbeiner reagieren oder auch Angst vor ihnen haben könnten. Ein ernst zu nehmender, berechtigter Einwand. Oder es sind die Hunde selbst, die einen von der Arbeit ablenken und damit die Produktivität beeinträchtigen könnten. Ein anderer Faktor könnte sein, dass bei mehreren Hunden im Büro nicht gegeben sein muss, dass sich alle Hunde miteinander verstehen. Wenn aber so viele Argumente gegen einen Hund im Büro sprechen, wieso gibt es dann immer mehr Arbeitgeber, die Bürohunde erlauben?

Bürohunde – „Go“ oder „No-Go“?

Hundehaarallergie ist gerade beim Thema Hund im Büro scheinbar ein K.-o.-Kri­te­ri­um. Allergien oder besser gesagt Sensibilisierungen gegen Schuppen und Fell von Tieren führen bei Betroffenen zu allergischen Reaktionen. Doch um die Relevanz dieser Erkrankung bei Menschen für einen potentiellen Bürohund einschätzen zu können, ist es zunächst wichtig zu wissen, wie häufig diese Erkrankung überhaupt auftritt. Auf Grundlage einer Studie des Robert-Koch-Instituts zur „Gesundheit Erwachsener in Deutschland“ lassen sich einige entscheidende Aussagen treffen:

Die Annahme, dass Bürohunde bei sehr vielen Menschen eine „Hundehaarallergie“ auslösen, ist falsch. Die Studie hat nachgewiesen, dass 7 Prozent der erwachsenen Bevölkerung eine grundsätzliche Sensibilisierung gegen Hundeschuppen aufweist. Man muss allerdings wissen, dass eine Sensibilisierung zwar vorhanden sein kann, allerdings nicht automatisch zu einer allergischen Reaktion führen muss. Lediglich 30 bis 35 Prozent der Betroffenen mit einer nachgewiesenen Sensibilisierung zeigen Reaktionen nach Kontakt mit Hundeallergenen. Das bedeutet, dass im Schnitt knapp 97 Prozent aller Mitarbeitenden keine allergischen Reaktionen auf Hundehaare zeigen. Die Gefahr einer allergischen Reaktion auf Hausstaubmilben ist damit rund 400 Prozent höher, als die Gefahr einer allergischen Reaktion auf Hundehaare.

Mit Blick auf das Thema „Angst vor Hunden“ ist es natürlich essentiell, dass die Bürohunde verträglich und gut erzogen sind. Das ist auch Grundlage dafür, dass das Zusammenleben mit anderen Hunden in einem Unternehmen überhaupt funktionieren kann. Arbeitgeber und Hundebesitzer müssen Mitarbeitende mit Angst vor Hunden in ihren Grenzen akzeptieren und respektieren.

Was spricht für den Kollegen Hund?

Bürohunde bei der ahd - Beagle Bruno

Mitarbeitende können von der Anwesenheit eines Bürohundes erheblich profitieren. Zunächst ist die Burnout-Gefahr in solchen Unternehmen vermindert und die Mitarbeiter sind insgesamt gesünder. Außerdem sind sie motivierter, engagierter und flexibler. Die Gefahr von Dauerstress vermindert sich dank regelmäßig anstehender Spaziergänge und eingeforderter Streicheleinheiten. Durch geringe Krankenstände werden auch Krankenkosten verringert ebenso wie die Mehrbelastung von Kollegen im Krankheitsfall. Zudem wird das Betriebsklima verbessert und die Zusammenarbeit im Team aufgelockert. Die Bindung der Mitarbeiter an das Unternehmen wird erhöht und die engagierten Mitarbeiter bleiben dem Unternehmen erhalten.

Gerade im „War of Talents“ ist das Angebot eines Unternehmens, den eigenen Hund mit ins Büro zu nehmen, ein großer Vorteil gegenüber dem Wettbewerb. Gerade bei Vollzeitstellen erleichtert es den Arbeitnehmer ungemein, wenn er seinen Hund mit zur Arbeit nehmen kann. Das Privatleben des Hundebesitzers kann so bestmöglich mit den Arbeitszeiten und -bedingungen vereinbart werden. Ein zusätzlicher Vorteil für das Unternehmen selbst ist die Möglichkeit der positiven Öffentlichkeitsarbeit. Ein Hund ist für die meisten Menschen mit positiven Assoziationen verknüpft. Dementsprechend spricht das Bewerben einer Arbeitgebermarke mit Bürohund mehr potentielle neue Kollegen und Kolleginnen an als ein Job ohne Hund. Ein Hund gehört für viele Menschen einfach zur Familie und die Bedeutung der Vereinbarkeit von Job und Familie nimmt immer mehr zu.

Der Trend zum Bürohund nimmt immer weiter zu. Auch die Möglichkeit des Home-Offices gehört in immer mehr Unternehmen zum Berufsalltag. Interessant ist, dass sich die beiden Trends ergänzen. Schließlich haben beide Trends eine ausgewogene Work-Life-Balance im Fokus. Berufliches wie privates Leben sollen sich in Zukunft einfacher miteinander vereinen lassen. Flexibles Arbeiten steht dabei im Vordergrund. In der Zukunft werden sich solche Trends immer weiter durchsetzen und eine in Teilen neue Arbeitswelt schaffen. Wichtig ist, dass Unternehmen sich frühzeitig über Möglichkeiten sowie Chancen informieren und entsprechende Vorkehrungen treffen. Entscheidungen müssen bedacht, aber dennoch dynamisch getroffen sein, um den Anschluss nicht zu verlieren. Eine gute Kommunikation ist in diesem Kontext entscheidend – sowohl nach innen als auch nach außen.