Bei einem Managed Services handelt es sich nicht um eine immer gleich aussehende IT-Dienstleitung zum Festpreis, sondern um eine variable Lösung, die an vielen Stelle an die individuellen Bedürfnisse Ihres Unternehmens angepasst werden kann. Dementsprechend ist auch das Preismodell modular aufgebaut. Wie dieses Preismodell genau aussieht und welche Faktoren bei der Preisbildung berücksichtigt werden, erfahren Sie im folgenden Beitrag.

Wie setzt sich der Preis eines Managed Services zusammen?

Für einen Managed Service kann aufgrund der verschieden Ausgestaltungsmöglichkeiten kein Festpreis definiert werden. Stattdessen setzt sich der monatliche Preis aus unterschiedlichen Modulen zusammen. Neben der Unternehmensgröße, die eine wesentliche Rolle in der Preisfindung spielt, sind die Verbrauchsdaten ein wichtiger Bestandteil.

Unter Verbrauchdaten werden hierbei z.B. CPU und RAM der gebuchten virtuellen Maschine verstanden, die anhand des tatsächlichen Verbrauchs abgerechnet werden. Dies bedeutet: Auch wenn Sie zunächst mit einem größeren Speicher planen und nur die Hälfte des geplanten Speicherplatzes nutzen, dann zahlen Sie auch nur die Hälfte.

Die wirkliche Individualisierung der Services erfolgt über zusätzliche Faktoren, die von Managed Services Provider zu Managed Services Provider unterschiedlich aussehen können. Pro Faktor stehen dann meist verschiedene „Ausbaustufen“ zur Auswahl, zwischen denen Sie wählen können. Sieben häufig verwendete Faktoren erläutern wir Ihnen im nächsten Teil dieses Blogbeitrags.

Insgesamt setzt sich der monatliche Preis somit vereinfacht gesagt aus der Unternehmensgröße, den Verbrauchsdaten und der Ausprägung der zusätzlichen Faktoren zusammen.

Preismodell Managed Services: Was kosten Managed Services?

Die einzelnen Faktoren des modularen Preismodells kurz erklärt:

Im Folgenden werden die wesentlichen Faktoren der Preisfindung (neben der Unternehmensgröße und den Verbrauchsdaten) für Managed Services genauer erläutert.

Storageklasse

Sie können für jeden Managed Service eine individuelle Storage-Klasse wählen. Die einzelnen Storageklassen unterscheiden sich z.B. in den „Input/Output operations Per Second (IOPS)“ oder in der Latenzzeit. Eine höhere Storageklasse hätte dann zum Beispiel einen höheren IOPS-Wert und eine niedrigere Latenz.

Verfügbarkeit

Zudem haben Sie die Möglichkeit, die benötigte Verfügbarkeit (entsprechend der Wichtigkeit der Prozesse, die von dem Service abhängig sind) zu wählen. Hierbei können Sie dann zum Beispiel zwischen 99,5 Prozent, 99,9 Prozent oder 99,95 Prozent Verfügbarkeit wählen. Die Wahl einer höheren Verfügbarkeit hängt dabei auch oft mit der Wahl von niedrigeren Reaktions- und Entstörzeiten zusammen. Dies macht deutlich: Auch wenn es sich um einzelne Faktoren handelt, können diese kausal zusammenhängen und sich gegenseitig beeinflussen.

Sie interessieren sich dafür, was Microsoft für Verfügbarkeiten für die unterschiedlichen Azure-Dienste garantiert? Dann schauen Sie sich hier eine Übersicht an, die genau das auf den Punkt bringt!

Monitoring

Das Monitoring ermöglicht es Ihrem Service Provider, den Zustand der einzelnen Services zu überwachen. Sollten Sie die Gewährleistung einer bestimmten Verfügbarkeit wünschen, wird automatisch ein Monitoring hinzugebucht. Ansonsten können Sie wählen, ob Sie diesen Faktor hinzubuchen möchten oder lieber darauf verzichtet.

Security

Auch im Bereich Security haben Sie die Möglichkeit, aus verschiedenen Sicherheitslösungen zu wählen. Hierbei ist unter anderem die Art der zu verarbeitenden Daten ein wesentlicher Entscheidungsfaktor. Zur Wahl stehen dann zum Beispiel verschiedene Anti-Viren-Scanner.

Sie interessieren sich für IT-Security und fühlen sich ein bisschen verloren im Dschungel der IT-Abkürzungen? Dann lesen Sie folgenden Blogbeitrag: 7 IT-Security-Abkürzungen, die Sie kennen sollten!

Jetzt lesen!

Backup

Abhängig von Ihren Wünschen kann auch die Konfiguration des Backups variieren. Dabei kann unter anderem die Häufigkeit der Sicherung festgelegt werden oder ob das Update gespiegelt oder ungespiegelt durchgeführt werden soll. Diese Entscheidungen sind besonders für den Fall eines möglichen „Desasters“ relevant und sollten daher nicht übereilt getroffen werden.

Managed Services Level

Ein großer Teil der Individualisierbarkeit eines Managed Services stellt das Managed Services Level dar. Über dieses kann der Betrieb der Services gesteuert werden. Je höher das Managed Services Level, desto mehr Betriebsverantwortung geht an Ihren Dienstleister über und desto mehr Leistungen sind im monatlichen Preis inkludiert. Die ahd bildet den Betrieb zum Beispiel in vier unterschiedlichen Managed Services Leveln ab.

Reaktions- und Entstörzeiten

Der letzte der hier beschriebenen Faktoren ist die Reaktions- und Entstörzeit. Sie können dabei für Ihren Service zwischen unterschiedlichen Klassen wählen. Mit der Wahl einer höheren Klasse verkürzen sich die gewährleisteten Reaktions-, Entstör- und Wiederherstellungszeiten. Dies macht zum Beispiel bei besonders geschäftskritischen Services Sinn.

Welche Vorteile bietet das modulare Preismodell von Managed Services

Die modulare Zusammensetzung des Preismodells bietet Unternehmen – neben einem hohem Maß an Flexibilität – die folgenden Vorteile:

  • Skalierbarkeit für unterschiedliche Unternehmensgrößen: Das Managed-Services-Preismodell kann für Unternehmen unterschiedlicher Größe angewendet werden und reduziert damit auch den Verwaltungsaufwand. Dies ist besonders für den nächsten Vorteil relevant.
  • Der Service wächst mit: Sollte Ihr Unternehmen wachsen oder sich verkleinern, passt der Service sich automatisch an. Es ist zudem auch bei den normalen Nutzungsschwankungen kein manuelles Eingreifen notwendig.
  • Möglichkeit der Individualisierung: Mithilfe der verschiedenen Faktoren können sowohl die abgegebene Verantwortung als auch die Sicherheit und die Verfügbarkeit individuell für jeden Service einzeln geregelt werden.
  • Jeder Service kann einzeln betrachtet werden: Die verschiedenen Faktoren werden nicht für Ihr Unternehmen definiert, sondern für jeden Service einzeln. Dies sorgt dafür, dass die gewählten Managed Services sich optimal in Ihr Unternehmen eingliedern!
Blogartikel "Schon gelesen?"-Grafik

Sie möchten mehr zum Thema Managed Services erfahren? Dann schauen Sie doch einmal hier vorbei: Managed Services – Alles was Sie wissen müssen

Jetzt lesen!